Raum und Wirkung
Körperlich – Sinnliches Wahrnehmen
Räume und Orte haben bewusst oder unbewusst eine Wirkung auf unser Befinden. Ob wir uns in gewohnter Umgebung aufhalten oder auf Reisen sind. Wie reagieren wir beim Anblick einer Landschaft, in Räumen, eines Objektes. Wir nehmen über die Sinnesorgane auf, horchen unweigerlich in uns hinein und sind in Resonanz damit. Goethe benannte die Sinneswahrnehmung über Sinne und Sinnlichkeit.
Können wir uns doch den guten Ort ins Gedächtnis zurückrufen, der uns in Erinnerung geblieben ist, und darin verweilen, um nachzuspüren, welche Empfindungen dabei kommen mögen. Können Orte heilen? Wie sind wir in Beziehung zu unserem Wohnort, unserem Arbeitsort, auf Reisen, aber auch in uns selbst zu Hause? Wohin kehren wir gerne wieder zurück. Wie sind wir dann dort.
„Das Kleinere verhält sich zum Größeren, wie das Größere zum Ganzen“. Nach Platon gibt es ohne die Schönheit kein genügendes Erkennen der Wahrheit und kein gültiges Gutsein im Handeln. Das verbindet uns mit den inneren und äusseren Sinnen. Dies ist im Unterbewusstsein angelegt. Klarheit und Sinnlichkeit, Verstand und Bauchgefühl sind dabei integrative Bestandteile im Erleben.
Der Weg über die Sinne zum Sinn. Mit unserer Umgebung können wir uns einfühlen, einstimmen. Welche Körperbereiche werden angeregt. Der Kopf, das Herz, der Bauch, das Becken. Unsere Sinnesorgane mit sehen, hören, schmecken und fühlen. Gibt es Gerüche, ändert sich das Temperaturempfinden. Die Atmosphäre eines Raumes, das Rauschen des Windes, das Plätschern des Baches.
Wahrnehmung wird zum Heilungsprozess, indem wir einer Wirklichkeit Raum geben und uns Eintritt in das Innere verschaffen und über die Resonanz mit dem aussen verbinden. In Verbundenheit mit mir und der Umgebung. Körperlich – sinnliches Wahrnehmen.
Raum und Wirkung.
„der verstand reicht nicht aus, die wirklichkeit zu erfassen.“ Goethe


